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Frankreichfahrt 2016

Die diesjährige Fahrt nach Lion-sur-Mer an der französischen Atlantikküste begann für uns, die Schüler der Klassen 9a und 9b am Sonntag, 12.06, gegen 22 Uhr, nachdem sämtliche Gepäckstücke verstaut, die Eltern verabschiedet und alle Sitzplätze eingenommen waren. Die Stimmung war gut, wozu auch die momentan laufende Fußball-EU-Meisterschaft beitrug. Trotz alle dem siegte der Schlaf in den frühen Morgenstunden des Montags auch über die letzten, während wir die fast 16 stündige Fahrt fortsetzten und am Morgen die deutsch-französische Grenze überquerten.

Im ersten Moment konnten wir keinen allzu großen Unterschied zwischen Deutschland und Frankreich ausmachen, erst später kamen die ersten alten Bauernhäuser oder Straßenschilder in Landessprache in Sicht. Am frühen Nachmittag überquerten wir den Pont du Normandie, eine große Brücke, und kurz darauf erreichten wir die kleine Küstenstadt Honfleur, wo wir Schüler ein paar Stunden Freigang bekamen, den die meisten von uns für ein ausgiebiges Essen bei bekannten Fast-Food-Ketten nutzten, bevor die Weiterfahrt nach Lion-sur-Mer anstand. Aufgrund einiger Faktoren wie schlechtem Wetter und Müdigkeit von der langen Fahrt, setzten wir unsere Reise allerdings schon früher als geplant fort und erreichten die Jugendherberge ungefähr anderthalb Stunden vor dem vereinbarten Termin. Herr Ungrade versuchte leider vergeblich die Besitzerin unserer Unterkunft zu kontaktieren und so harrten wir vor dem Tor zum Hof aus. Einige von uns nutzten die Zeit für einen Strandspaziergang, andere blieben beim Tor und beschützen das Gepäck vor den teilweise doch sehr starken Regenfällen. Herr Ungrade versorgte in dieser Zeit alle mit Baquette vom örtlichen Bäcker.

Als dann am späten Nachmittag die Besitzerin eintraf, bezogen wir alle schnell unsere Zimmer und erkundeten etwas die große Backstein-Villa, in der wir untergebracht waren. Danach ging es, wie auch an den folgenden Abenden in der Kantine zum Abendessen.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, brachte uns unser Bus als erstes nach Livarot in eine Käserei, wo uns die Herstellung von Käse erklärt wurde. Anschließend durften wir einige der bekanntesten Sorten probieren.

Nach der Verköstigung ging es weiter nach Bayeux, wo ein Wandteppich aus dem 12. Jh. ausgestellt ist. Er ist fast 70 Meter lang und erzählt die Geschichte von Wilhelm dem Eroberer und wie er England einnahm. Danach durften wir Schüler uns die Stadt in kleinen Gruppen ansehen und kauften uns Crepes oder suchten nach schönen Souvenirs für unsere Eltern und Freunde bevor es wieder zurück zur Herberge ging. Den Abend verbrachten viele von uns am Strand oder später dann in der großen Eingangshalle des Hauses, in dem wir untergebracht waren, wo man gemütlich beisammen sitzen konnte.

Am Mittwoch ging es für uns in 17 km entfernte Caen. Unser erster Stopp galt dem Museé des Beaux Art, einem der fünfzehn Kunstmuseen, die Napoleon überall in Frankreich in den Provinzen einrichten ließ. Dort wurden wir mit den wichtigsten oder auch schönsten Werken der Sammlung vertraut gemacht, während Herr Ungrade für uns aus dem Französischen übersetzte.

Fürs Mittagessen ging es in die Stadt, wo Baquette, verschiedene Beläge und Melonen gekauft wurden. Auf dem Weg zu dem Park, in dem wir essen wollte, verloren wir allerdings Herrn Ungrade und einen kleinen Teil der Schülerschaft, sodass wir uns auf die Suche nach ihnen begeben mussten, doch im Endeffekt wurde alles gut und wir konnten entspannt zu Mittag essen. Unser letzter Anlaufpunkt für den Tag in Caen war des Memorial, ein Museum, das sich mit dem 2. Weltkrieg in allen Facetten befasst. Wir bekamen Audio-Guides und ein paar Stunden Zeit und starteten die Tour. Die Aufbereitung des Themas war äußerst interessant, besonders, da viel Ausstellungsmaterial vorhanden war, nur war es nach diesem langen Tag schwierig konzentriert bis zum Ende durchzuhalten, sodass viele ungefähr nach der Hälfte einfach nur noch Bilder ansahen und ein paar Texte lasen.

Den letzten Tag verbrachten wir in Rouen, ebenfalls mit einem kleinen Besuch im dortigen Museé des Beaux Arts und einer sich daran anschließenden ausgiebigen Stadtbesichtigung bzw Shopping-Tour auf eigene Faust, bevor wir dann am frühen Abend wieder den Bus bestiegen aus dem uns unsere Eltern am Freitagmorgen in Osterwieck in Empfang nahmen.